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ETF, Optionen und Indexzertifikate

Einen Börsenindex kann man mit verschiedenen Finanzinstrumenten traden. Die folgenden Möglichkeiten bieten sich dafür an:

  1. Echtzeit-Fonds (ETFs: Exchange Traded Funds oder Trackers).
  2. Optionen und Optionsscheine.
  3. Indexzertifikate (Warrants, Speeders, Turbos …).
  4. Futures.
  5. CFD (Contracts for Difference).

1. ECHTZEIT-FONDS (ETF)

Echtzeit-Fonds – oft auch Tracker genannt – sind wahrscheinlich von allen Instrumenten das am einfachsten zu nutzende wenn es darum geht, Börsenindizes zu traden. Diese ETFs sind ein Spiegelbild Ihrer Indizes auf die sie sich beziehen und entwickeln sich exakt parallel zu diesen. Diese Fonds sind börsennotiert. Der Trader, der meint, dass dieser oder jener Börsenindex steigen wird, kauft einfach nur den Fonds. Bekannt ist hier sicherlich der Nasdaq Tracker mit dem Symbol ‚QQQQ’. Allerdings haben diese Tracker auch einige Nachteile, welche sie für den aktiven Börsenanleger eher uninteressant machen. Erstens können Sie nicht geshortet (leerverkauft) werden. Zweitens sind Sie nicht immer mit einer Hebelwirkung versehen, und drittens liegen die Transaktionsgebühren durch die Bank über denen anderer Finanzinstrumente.

2. OPTIONEN

Optionen bieten den Vorteil, dass der Trader mit weitaus kleineren Beträgen handeln kann. Auch bestimmte Spread-Kombinationen sind interessant, um mit Börsenindizes zu arbeiten. Die Option ist aber alles andere als ein einfaches zu nutzendes Instrument. Sie ist eine Spezialität für sich. Sie hat überdies den Nachteil, dass sie unter einem automatischen Wertverlust auf der Zeitachse leidet. Auch die Wahl des richtigen Strike-Preises ist nicht immer einfach und verlangt eine grundlegende Kenntnis der zugrundeliegenden Märkte.


Scalping.


3. INDEXZERTIFIKATE (Warrants, Turbos und Speeders)

Diese Derivate sind eng mit den Optionen verwandt. Sie werden duch Finanzinstitute ausgegeben, sogenannte Emittenten. Diese bestimmen auch den Preis an der Börse. Der Umstand, dass der Preis stark davon abhängt, wer der Emmitent ist, machen Warrants, Turbos und Speeders weniger interessant für den aktiven Anleger. In volatilen Marktphasen ziehen die Emittenten den Spread deutlich auseinander (je geringer der Spread desto besser), was wiederum den Break-Even-Punkt für den Anleger verlagert. Der Spread, den die Emittenten bestimmen, variiert anhand ihrer netto Position. Das Resultat ist, dass ein Trader, der einen Warrant gekauft hat, bei einer deutlichen Kurssteigerung viel weniger Gewinn erwirtschaftet als angenommen. Auch kommt es nicht selten vor, dass die Emittenten kurzfristig gar keinen Preis notieren. Es spricht für sich, dass diese Art des aktiven Handels für den aktiven Anleger äußerst gefährlich sein kann.


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