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Project Future Trader Christian Stern

Christian Stern beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit dem Trading. Neben dem Fokus auf die klassische technische Wertpapieranalyse kommen auch exotische Methoden, zum Beispiel das Marktprofil oder fundamentale Zusammenhänge, zum Einsatz. Sowohl im erfolgreichen Eigenhandel als auch in Marktkommentaren und Fachbeiträgen haben Nachhaltigkeit, also das langfristige Bestehen am Kapitalmarkt, und Profitabilität oberste Priorität.

Im »Project Future« bei GodmodeTrader.de werden Trader mit ersten Erfahrungen am Kapitalmarkt auf ihrem Ausbildungsweg hin zum professionellen Börsenhändler begleitet. Feste, intelligente und risikoarme Trading-Setups und -strategien werden zunächst mit wenig Eigenkapital im Bereich der CFDs trainiert, um im späteren Verlauf der Ausbildung in den Futurehandel übertragen zu werden.


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1. INTERVIEW MIT CHRISTIAN STERN

DIE VERGANGENHEIT

  • Wie bist du zum Traden gekommen?

Christian Stern. In den Jahren 2002 bis 2005 habe ich eine Berufsausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel in einem Stahlhandelsunternehmen absolviert. Im Tagesgeschäft hatte ich viel Kontakt zu den großen europäischen Händlern wie Thyssen Krupp, Salzgitter oder Arcelor. So konnte ich diese Konzerne und die jeweiligen Spezialgebiete sehr gut kennenlernen. Aufgrund der großen Konkurrenz im Stahlhandel waren kurzfristige Preiseinflüsse im Absatz äußerst wichtig und das Geschäft, wie in kaum einer anderen Branche in Deutschland, sehr lebhaft. Damals, mit 16 Jahren, habe ich begonnen, die Stamm- und Vorzugsaktien dieser Firmen zu kaufen.

  • Wie hast du Traden gelernt? Wie hast du dich über Börsenhandel informiert?

Christian Stern. Vieles habe ich durch eigene Erfahrungen lernen können, musste jedoch später auch feststellen, dass manches Wissen nicht frei am Markt verfügbar ist und man sich besonders auf den Spezialgebieten an Fachleute wenden muss. Gute Literatur gibt es zweifelsohne auf dem Markt – das Problem hierbei ist jedoch die Masse an mehr oder weniger professionellen Werken. Anfänger werden mit Wissen überhäuft, sodass nur wenig oder gar nichts hängen bleibt. Ein Buch, das mich wirklich begeistert hat, war Professioneller Börsenhandel von Erdal Cene – hier werden Trends und das Zusammenspiel der Zeiteinheiten verständlich und von einem Profi unter die Lupe genommen. Auch das praktische Daytrading habe ich zum Teil bei VollzeitHändlern erlernt, welche nachweislich von diesem Beruf leben können.

  • Was hat deine Leidenschaft für Börse und Trading geweckt? Was macht für dich den Reiz des Tradens aus?

Christian Stern. Mit mehr Glück als Verstand konnte ich anfangs gute Gewinne einfahren und mein eingesetztes Kapital von ein paar Hundert Euro innerhalb weniger Jahre verdoppeln. Der Zeitpunkt, an der Börse einzusteigen, hätte nicht besser sein können: Von März 2003 bis Juni 2007 stieg der deutsche Leitindex DAX von 2189 Punkten bis auf rund 8150 Punkte an. Damit war das erfolgreiche Handeln zu dieser Zeit wahrlich keine Kunst – das Feuer der Begeisterung war jedoch entfacht. Die Börse lebt von der Bewegung – das tägliche Auf und Ab an den Finanzmärkten beschäftigt unseren Geist, bewegt unser Depot und füllt alltäglich den Wirtschaftsteil unserer Morgenlektüre. Ist man einmal mit der Faszination Börse in Berührung gekommen, fällt das Loslassen schwer. Die Chance auf große Gewinne glüht in jedem Anfänger auf, wogegen Profis eher daran interessiert sind, sich ein regelmäßiges Stück vom Kuchen abzuschneiden.

  • Hattest oder hast du Vorbilder?

Christian Stern. Ich finde die hochprofessionelle und beruhigende Arbeitsweise von René Wolfram sehr förderlich und erstrebenswert im Tradingalltag.

  • Kannst du dich noch an deinen ersten Trade erinnern?

Christian Stern. Wie beschrieben habe ich in jungen Jahren begonnen, die Aktien von Stahlkonzernen zu kaufen.

  • Was hat sich bei dir im Trading über die Jahre geändert?

Christian Stern. Geändert hat sich nahezu alles. Während ich früher mehr oder weniger ohne Plan gehandelt habe, fasse ich heute kein Wertpapier mehr ohne grundlegendes Setup und einen Handelsplan, wie zum Beispiel Einstiege, Ziele und das Risiko, an. Ich habe mir abgewöhnt, recht haben zu wollen, und trade weniger diskretionär. Ich habe gelernt, dass meine Intuition nicht ausreicht, um langfristig Gewinne zu machen, und habe mich so dazu entschieden, verschiedene Fundamentale und Technische Analyse-Methoden zu kombinieren und nur noch nach Systemen mit einem statistisch erwiesenen Gewinnvorteil zu handeln.



  • Welche Tipps kannst du aus deinen Erfahrungen für Einsteiger und erfahrene Anleger weitergeben? Welche Erkenntnis willst du mit allen teilen?
  1. Der Markt hat immer recht. Freilich scheint dieser Satz eher abgekaut und altbacken, dennoch steckt darin ein großer Teil an Börsenweisheit. Wer sich selbst in den Hintergrund stellt, wird objektivere Entscheidungen treffen. Über die Propheten, die einem zu Jahresbeginn den DAXStand zum Jahresende verkünden, kann man dann getrost schmunzeln.
  2. Egalität. Versuche, deine Positionsgrößen und das eingesetzte Kapital so gering zu halten, dass dich selbst ein Tag mit 100-Prozent-Verlusten nicht aus der Ruhe bringen kann. So lernst du, entspannt zu traden, und kannst den Einfluss der Psyche positiv reduzieren.
  • Was war dein »Schwarzer Freitag« (schlimmstes Erlebnis als Trader) und was könnten andere Trader aus diesem Misserfolg lernen?

Christian Stern. Eine vergessene Order im Währungspaar EUR/USD kurz vor einem EZBZinsentscheid. Diese verbuchte mehrere Tausend Euro Verlust. Menschliche oder technische Fehler können immer und unerwartet auftreten – es gibt jedoch Möglichkeiten, sich davor zu schützen. Zum Beispiel ein »VierAugen-Prinzip« oder ein abendliches Ritual, vor dem Schlafengehen alle offenen Positionen und Orders zu prüfen.

  • Welches war dein größter Erfolg? Was hast du erfolgreich umgesetzt?

Christian Stern. Ich habe erfolgreich ein eigenes vollautomatisches Handelssystem auf den DAX-Future entwickelt und umgesetzt. Zudem prüfe ich dieses stets auf Profitabilität und Funktionsweise und arbeite an weiteren Verbesserungen.

  • Was sich seit deinen Anfangstagen als Börsianer/Trader an den Weltmärkten geändert? Was war früher wichtig und ist es ggf. heute nicht mehr? Was ist heute wichtig?

Christian Stern. Nach meinem Gefühl hat sich die Taktung der Märkte laufend verändert. Heute werden die Märkte auf hohem Niveau und massiv seitens der Zentralbanken und der Politik manipuliert. Geldschwemmen fluten die Märkte und diese verändern so ihren Charakter und ihre Zyklen. Nun ist die Manipulation nichts grundlegend Neues, dennoch hat sich die Dauer dieser Perioden gefühlt deutlich verlängert. Von daher ist die Geldflussanalyse, also der fundamentale Blick auf die Zusammenhänge zwischen den Märkten, heute umso wichtiger geworden und bedarf hoher Anerkennung im Trading.

  • Wie sieht dein Arbeitsalltag aus? Was macht dir besonders Spaß?

Christian Stern. Die Börse kann ihre Chancen, Risiken und Aufgabenstellungen an einen Trader tagtäglich verändern, sodass ein echter Alltag niemals aufkommen kann. Zwar hat man jeden Tag bestimmte Routinen zu erledigen, dennoch ist die Ausgangslage stets eine neue – das ist aber auch das Tolle und Faszinierende am Wertpapierhandel.



  • Wie bereitest du dich auf einen Handelstag vor? Machst du das überhaupt beziehungsweise ist Vorbereitung sinnvoll?

Christian Stern. Gemeinsam mit meinen Kunden prüfe ich täglich den Terminkalender vor dem Handelsstart auf potenzielle marktbewegende Ereignisse. Zum Teil traden wir diese »Newsevents« sogar zusammen. Zudem prüfe ich fortlaufend aktuelle Schwankungsbreiten und ermittle so mögliche Handelsmarken.

  • »Is there a life after trading?« Was machst du zum Ausgleich?

Christian Stern. Sport steht an oberster Stelle. Zum Ausgleich gehe ich Laufen, Schwimmen oder Klettern. Zudem sollte man ein paar soziale Kontakte abseits der Börsenwelt pflegen.

  • Wie würdest du deinen Handelsstil beschreiben?

Christian Stern. Ein möglichst regelmäßiges und stabiles Grundeinkommen wird durch feste, statistisch erwiesene Setups mit einem Gewinnvorteil generiert. Diese kommen vor allem rund um die Markteröffnungen vor – sogenannte Eröffnungsstrategien oder Breakouts. Die restlichen Trades erfolgen auf Grundlage sogenannter Analyse-Cluster – dabei werden verschiedenste Analyseansätze miteinander kombiniert (zum Beispiel klassische Charttechnik, Markttechnik, Marktprofil, Range- und Fibonacci-Projektionen, Volatilität, CoT-Report, relative Stärke, Intra- und Intermarketanalyse, Spread-/RatioTrading u.v.m.). Hierbei sollen vor allem risikoarme Setups mit einem positiven Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) generiert werden.

  • Wie analysierst du den Markt, bevor du über einen Trade nachdenkst? Wie wählst du geeignete Tradingkandidaten aus?

Christian Stern. Der Fokus im täglichen Handel liegt auf den hochliquiden und effizienten Hauptmärkten wie zum Beispiel dem US-Leitindex S&P 500, Major-Währungspaaren wie dem EUR/USD, dem EuroStoxx 50 oder auch dem DAX. In diesen Märkten funktionieren statistisch erwiesene Muster am besten, sodass auf eine breite Aktienmarktanalyse oder den Handel verschiedenster exotischer Werte verzichtet werden kann. Zur Beimischung langfristiger Tradingideen dient jedoch das gesamte weltweite Universum an Wertpapieren.

  • Welche Märkte/Produkte oder Vehikel handelst du? Und warum?

Christian Stern. Im ersten Ausbildungsjahr handeln meine Projektteilnehmer ausschließlich CFDs (Contracts for Difference) mit einem niedrigen Hebel. So wird ermöglicht, dass die eigene Profitabilität, Disziplin und das blinde Vertrauen in die Strategien und Handels-Setups mit wenig Eigenkapital und Risiko gesteigert werden können. Gelingt dies nachweislich und im Zeitraum mehrerer Monate, sollen erste Tradingansätze in den Terminkontrakt (Future) übertragen werden. Die Eigenheiten dieser Anlageklasse und ein elementarer Bestand an Grundwissen werden dazu gemeinsam erlernt und gefestigt. Futures sind die Königsdisziplin im Werdegang eines jeden Traders. Nur sie bieten höchste Effizienz, Transparenz, Liquidität sowie beste Konditionen hinsichtlich Kosten und Spreads.

  • Welche Fehler sollten Einsteiger unbedingt vermeiden? Gibt es Fehler beziehungsweise Erfahrungen, die man aus deiner Sicht unbedingt machen sollte, um aus ihnen zu lernen?

Christian Stern. Die Stellschrauben zum Erfolg eines Trades sind einfach gesagt gute Setup mit einem positiven Erwartungswert. Wer es dann noch schafft, ein gesundes Risiko- und Money-Management einzuhalten, ist auf dem richtigen Weg. Einige schmerzliche Erfahrungen wird jedoch auch auf diesem Gebiet jeder Trader selbst machen müssen. Das gute alte Militärsprichwort »Lernen durch Schmerz« verspricht hier durchaus Aussicht auf Erfolge.

DIE ZUKÜNFT

  • Wie könnten sich die Aktien-, Devisen – oder Rohstoffmärkte in den nächsten fünf bis zehn Jahren verändern? Wohin geht die Reise bei den Kursen?

Christian Stern. Als professioneller Händler auf kurzfristigen Zeitebenen kann und darf mich das nicht interessieren. Ich muss meine Psyche sogar vor derlei Gedanken und Aussagen Dritter schützen, um objektiv zu bleiben. Niemand kann hierzu eine fundierte Aussage treffen und Kursverläufe auf Jahre hinaus vorbestimmen. Wer behauptet, dies zu können, spielt genauso mit Wahrscheinlichkeiten und dem Glück.

  • In welchen Bereichen möchtest du deine Arbeit/dein Trading weiterentwickeln, verbessern? Gibt es Bereiche, in denen du dein Wissen vertiefen willst?

Christian Stern. Auf meinem Plan steht zunächst die Vertiefung der Arbeit mit dem CoTReport (Commitment of Traders), also einem fundamentalen Analysebaustein. Zudem möchte ich die Technische und die Fundamentale Analyse weiter verflechten.

  • Was möchtest du dem Leser im folgenden Kapitel vermitteln? Warum ist das dein Kapitel/dein Thema/dein Steckenpferd?

Christian Stern. Die Arbeit mit CFDs ermöglicht einem breiten Publikum den Zugang zum professionellen Börsenhandel – also die Demokratisierung des Tradings. Bereits kleine Depotkonten machen ein sinnvolles Traden denkbar. Zudem eignen sich diese Produkte bestens zur Vorbereitung auf die Königsdisziplin, den Futureshandel.

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