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Prozyklischer Trader Harald Weygand

Harald Weygand ist einer der Gründer und Gesellschafter der BörseGo AG . Er ist seit 1998 professioneller Händler.  Auf seinem Guidants Desktop veröffentlicht er die Trades aus dem Echtgelddepot AC20. Getradet werden DAX, Dow Jones, Nasdaq100, Nikkei, Öl, Gold, hochkapitalisierte Aktien sowie Währungen.

1. INTERVIEW MIT HARALD WEYGAND

  • Wie kamst du zum Trading und was macht die Faszination Börse für dich aus?

Erst legte ich damals in den 1990er‑Jahren als Medizinstudent Festgeld an, dann begann ich, Aktien zu handeln. Bei mir kristallisierte sich recht schnell heraus, dass ich immer aktiver handelte. Sprich in kürzeren Zeitfenstern.

  • Welche Basiswerte (Aktien, Indizes, Edelmetalle, Währungen etc.) handelst du und warum?

Ich handle vornehmlich Indizes wie Dow Jones, S&P 500, Nasdaq100, DAX, Nikkei und HangSeng. Darüber hinaus trade ich intensiv Öl, sporadischer Gold, Silber, Kupfer und FX . In bestimmten Marktphasen trade ich Large‑Cap‑Aktien. Ich handle ausschließlich hochliquide Underlyings.

  • Mit welchen Instrumenten (Aktien, Zertifikate, CFDs, Futures etc) handelst du und warum?

Indizes und Rohstoffe trade ich direkt über den Future, aber auch über Knock‑ out‑Produkte und CFDs . FX und Aktien trade ich direkt, Aktien gerne aber auch über Knock‑out‑Produkte und CFDs. Futures sind für mich die präzisesten Tradinginstrumente.

FUTURES SIND FÜR MICH DIE PRÄZISESTEN TRADINGINSTRUMENTE. - Harald Weygand


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  • Traden und Investieren – Widerspruch oder Ergänzung?

Widerspruch nicht . Beide Ansätze sind allerdings sehr unterschiedlich . Der Trader ist ein Sprinter, der Investor ein Marathonläufer.

  • Technische Analyse versus Fundamentalanalyse – schließen sich die beiden Methoden aus?

Definitiv nicht . Beide gehen Hand in Hand . Fundamentalanalyse für den grund‑ sätzlichen, übergeordneten, substanziellen Trend und technische Analyse für das Timing.

  • Mit welchen Ansätzen analysierst du die Märkte?

Ich nutze verschiedene Disziplinen der technischen Analyse . Kursmuster, Forma‑ tionen, Dow‑Theorie, Candlesticks, Volumenanalyse, Marktbreite, Intermarket‑ Analyse, Sentimentanalyse.

  • Welches sind aus deiner Sicht die drei wichtigsten Regeln, die ein dauerhaft erfolgreicher Trader beachten muss?

Die drei wichtigsten Fähigkeiten:

  1. Disziplin hinsichtlich des Risiko‑ und Moneymanagements. Stop‑Loss konsequent einhalten. Positionsgrößen konsequent eher kleiner als größer bemessen.
  2. Disziplin hinsichtlich der Trade‑Sondierung. Ist es wirklich ein gutes Setup, das gehandelt wird? Oder macht der Blick eines Gierigen aus einem eigentlich nicht vorhandenen Setup ein gutes Setup? Overtrading vermeiden . Die Fähigkeit besitzen, den Markt eine lange Zeit von der Seitenlinie nur zu beobachten.
  3. Flexibilität im Denken. Die Märkte befinden sich in einem ständigen Fluss, Gesetzmäßigkeiten ändern sich . Dies gilt es in der Analysearbeit zu berück‑ sichtigen.
  • Das Erfolgsgeheimnis an der Börse – bitte auf einen einzigen Satz reduziert!

Sich selbst mit all seinen Fähigkeiten, aber auch Schwächen realistisch einschät‑ zen können, realistische Renditeerwartungen haben, flexibel auf Veränderungen des Marktumfelds reagieren können und eine ausgeprägte Entschlusskraft be‑ sitzen.

2. PROZYKLISCHES TRADING

Jeder Anleger muss sich zu Beginn seiner Laufbahn erst einmal orientieren . Möchte ich intraday handeln ? Oder auf Position ? Oder möchte ich investieren ? Möchte ich Indizes handeln oder aber Aktien oder Währungen oder Rohstoffe ? Möchte ich mich auf den deutschen, den europäischen oder auch auf den US‑amerikanischen und asiatischen Markt konzentrieren ? Möchte ich direkt Futures, Equities und FX handeln oder aber Knock‑out‑Produkte, Optionsscheine oder CFDs ? Möchte ich pro‑ oder antizyklisch handeln ? Möchte ich charttechnisch oder fundamental die Märkte auswerten ? Dieser Orientierungsprozess benötigt Zeit. Im Rahmen dieses Orientierungsprozesses wird man viel ausprobieren . Mit der Zeit wird man sich in die Richtung entwickeln, die einem am besten liegt. Das, was für mich richtig ist, ist übrigens nicht zwingend für Sie richtig. Jeder Anleger muss seinen eigenen Weg finden. Andere Trader können lediglich Hilfestellung bieten.

Wenn man etwas möchte, heißt das noch lange nicht, dass man es tatsächlich beherrscht und nachhaltig erfolgreich handeln kann. Viele Anleger »möchten« beispielsweise gerne intraday handeln, sie möchten »schnell« handeln und vermeintlich schnell reich werden . Nur die wenigsten können das auch. Ihnen feh‑ len schlichtweg die mentalen Fähigkeiten.

Wichtig ist, dass eine Affinität zu einem bestimmten Handelsstil vorliegt und dass die Fähigkeiten mitgebracht werden, die es ermöglichen, den Handelsstil erfolgreich umzusetzen. »Nachhaltig erfolgreich« heißt, dass Jahr für Jahr eine relevant positive Rendite erzielt werden kann. Wer nur möchte, aber nicht kann, der verliert. Wer nicht möchte, aber kann, verliert ebenfalls.

Ich möchte im Folgenden konkret zwei Tradingstrategien vorstellen, die prozyklisches Trading ermöglichen. Mir persönlich liegt die prozyklische, nicht die antizyklische Vorgehensweise . Ich steige also in bestehende technische Stärke, in einen bereits laufenden Anstieg, ein. Ich steige nicht antizyklisch in gerade vorliegende technische Schwäche ein. Der Antizykliker sondiert Kurszonen, in deren Bereich er davon ausgeht, dass ein Fundament für den nächsten Auf‑ wärtstrend ausgebildet werden könnte. Der Prozykliker wartet ab, bis das Fun‑ dament für den nächsten Aufwärtstrend, den nächsten Aufwärtsimpuls, fertig gebaut ist, und steigt dann erst ein.

Der Antizykliker wird dem Prozykliker vorhalten, dass er zu spät einsteigt. Der Prozykliker wird ihm antworten, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Aufwärts‑ trend sehr viel höher ist, wenn die Ausbildung des Fundaments abgewartet wird. Sprich, der Trader hat eine höhere Trefferquote.

Nachfolgend stelle ich die »Breakaway Gap Trading Strategie« und die »SKS Trading Strategie« vor.

Mit der Kenntnis von lediglich einem Kursmuster und einer Tradingstrategie, lässt sich der Markt erfolgreich traden. Es gilt, eben dieses eine Muster, diese eine Strategie in all ihren Varianten zu kennen. Die technische Analyse ist ein weites Feld, die beiden vorgestellten Strategien sind Teil der technischen Ana‑ lyse . Bei beiden Strategien ist die Voraussetzung ein bereits abgelaufener, möglichst impulsiver, dynamischer Aufwärtstrend. Beiden Strategien ist gemeinsam, dass es im Anschluss an den ersten Aufwärtsimpuls zu einem Auspendeln, zu einem Auskorrigieren des ersten Impulses kommt. Beiden Strategien ist gemeinsam, dass versucht wird, sich mit einem hohen Chance‑Risiko‑Verhältnis in den Beginn der erwarteten zweiten Aufwärtstrendphase zu positionieren.

Weygand, Harald; Bertreit, Rene: Das große GodmodeTrader-Handbuch 2: 2017 FinanzBuch Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH, München. Finanzbuchverlag.de All rights reserved. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

3. VIDEO



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