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André Tiedje: Die Elliott-Wellen Tradingstrategie (3)

Teil 3 des ausführlichen Artikels über Elliot Wellen und André Tiedje’s auf Elliot Wellen basierenden Trading-Strategien. André Tiedje ist Europas bekanntester Elliott-Wellen-Analyst. Außerdem ist er ein gefragter Redner und Interviewpartner vieler Börsenmedien und Finanzinstitutionen. Fachgebiet: Elliott-Wellen, Rohstoffe und Forex.

André Tiedje

Trader Andre Tiedje


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TEIL 3: DIE TRADINGSTRATEGIE VON ANDRÉ TIEDJE

KORREKTURPHASEN INNERHALB DES IMPULSMUSTERS

Korrekturphasen werden durch zwei dem Trend gegenläufige Wellen begleitet, sie erhalten die Bezeichnungen 2 und 4.

Diese zwei Wellen sind Korrekturbewegungen, die den übergeordneten Trend kurzzeitig unterbrechen. Sie sind dem übergeordneten Trend untergeordnet. Für bereits investierte Trader sind diese Korrekturwellen eher uninteressant, es sei denn, sie möchten eine Position sukzessiv weiter ausbauen/pyramidisieren.

Elliot Waves erklärt

Elliot Wellen for dummies

Korrekturbewegungen bestehen in ihrer inneren Struktur aus drei Unterwellen.

Korrektur Elliott Wellen

Technische Analyse Elliot Waves

Das Korrekturmuster ist die begleitende Kursbewegung eines Impulses.

Diese Korrekturbewegung beendet das vorgeschaltete, fertige 5-wellige Impulsmuster.

Eine Korrekturbewegung setzt sich aus drei Wellen zusammen. Zwei dieser Wellen, nämlich die Wellen a und c (siehe Abbildungen), weisen auf die übergeordnete Grundrichtung der Korrekturbewegung hin. Die übergeordnete Korrekturrichtung wird durch eine gegenläufige Welle b unterbrochen. Zwischengeschaltete Korrekturbewegungen unterliegen dem vorherrschenden Trend.

Das Korrekturmuster ist dem Impulsmuster gleichberechtigt und orientiert sich zeitlich und preislich an dem vorausgegangenen Impulsmuster. Auf diesem Wellengrad sind sie für Trader uninteressant, allerdings bieten sie auf niedrigeren Zeitebenen ebenfalls wieder Tradingmöglichkeiten. Hier sollte aber berücksichtigt werden, dass dann Teilgewinnsicherungen zwingend erforderlich sind, weil die Trades oftmals gegen den übergeordneten Trend laufen. Demzufolge sind Overnight-Positionen in diesen Marktphasen nicht zu empfehlen.

Trader Elliot Waves



Trend- und Korrekturphasen in einem Korrekturmuster

Trendphasen werden durch zwei dominierende Wellen bestimmt (Zigzag).

Das dreiwellige Korrekturmuster Zigzag, mit dem eine scharfe Korrektur beginnt, kommt sehr häufig vor. Durch die starke Beschleunigung kann es zu Beginn oft mit einer Impulswelle verwechselt werden. Welle a entsteht als fünfteilige Impulswelle. Die anschließende dreiteilige Gegenbewegung, die den Ursprung der Welle a nicht berühren darf, wird als Welle b bezeichnet. Die dreiteilige Welle b bewegt sich immer in die Richtung des vorherrschenden Trends. Die darauffolgende Welle c schließt die Formation mit einem fünfwelligen Impuls ab und sollte den Endpunkt der Welle a überwinden. Damit diese Formation nicht mit einer neu entstehenden Impulswelle verwechselt wird, sollte man unbedingt die vorangegangene Kursbewegung als Antriebswelle identifizieren. Nur dann wäre die Formation bestätigt. Die Welle a oder die Welle c kann außerdem aus einem Diagonal Triangle gebildet werden. Bildet sich die Welle c steiler und länger als die Welle a aus, besteht die Möglichkeit, dass aus dem Zigzag ein Double Zigzag, Triple Zigzag oder eine andere Kombination entstehen kann. Die Zigzag-Formationen sind dafür geeignet, preisliche Korrekturausdehnungen zu eruieren und dabei keine überschießenden Teilwellen zuzulassen.

Die zwei Wellen in Richtung des Korrekturtrends sind Impulsbewegungen und werden mit a und c bezeichnet. Die Welle c ließe sich einen Wellengrad tiefer traden, während man die Wellen a und b besser von der Seitenlinie begutachten sollte.

Der Korrekturtrend wird durch eine Welle b unterbrochen.

Erfahrungen Elliott Waves

Jede der zwei Impulsbewegungen im Zigzag (Welle a und c) bestehen in ihrer inneren Struktur aus fünf Unterwellen. Die Welle b weist eine dreiwellige Struktur auf (Zigzag).

Elliott-Wellen Abwärtstrend

KORREKTURPHASEN INNERHALB DES KORREKTURMUSTERS (Zigzag)

Korrektur im Aufwärtstrend

Korrektur im Aufwärtstrend



Das Basismuster

Aus den beiden vorher beschriebenen Mustern (Impulsmuster und Korrekturmuster) entsteht das Basismuster. Eine fünfteilige Impulsbewegung, gefolgt von einer dreiteiligen Korrekturbewegung, schließt ein komplettes Basismuster (Marktzyklus) ab. Diese Basismuster treten auf Minutenebene, Stunden-, Tages-, Wochen-, Monats- bis hin zur Jahresebene ständig und immer wiederkehrend auf.

Aus einer psychologisch angetriebenen Marktbewegung resultiert nach dem Grundprinzip der Elliott-Wellen-Technik ein Muster (Fraktal), welches aus acht Elementen besteht. Diese acht Elemente unterteilen sich in eine fünfteilige Impulsbewegung (1–2–3–4–5) und in eine dreiteilige Korrekturbewegung (a–b–c).

 Basismuster im Aufwärtstrend

Basismuster im Abwärtstrend

Die numerischen Elemente (1–2–3–4–5) geben dabei die maßgeblich entscheidende Trendrichtung an. Sie werden als Antriebs- oder Impulswelle bezeichnet. Die alphabetischen Elemente (a–b–c) zeigen die gegensätzliche, sekundäre Korrekturwelle. Dieses Fraktal entsteht in kurz- und langfristigen Zeiträumen sowie in Aufwärts- und in Abwärtsbewegungen.

Die vorherrschende Form der Marktentwicklung wird durch drei ständig wiederkehrende Aspekte innerhalb der numerischen Fünf-Wellen-Formation bestimmt.

Dieses grundsätzliche Kursverhalten, welches in fünf Trendbewegungen und drei Korrekturbewegungen unterteilt ist, kann in den verschiedensten Zeitebenen entstehen. Als Konsequenz daraus lässt sich festhalten, dass das beschriebene Basismuster ein Teilelement eines übergeordneten Basismusters ist.

Das Basismuster im Aufwärtstrend

Das Basismuster im Abwärtstrend



Verschiedene Wellengrade

Jedes Basismuster ist ein Teilelement eines anderen Basismusters in verschiedenen Zeitebenen. Ein Basismuster lässt sich von mikroskopisch klein bis Minute, Stunde, Tag, Woche, Jahr und höher zusammenfassen. Die wichtigste Erkenntnis der Elliott-Wellen-Theorie ist das Verständnis für die verschiedenen Zeitebenen. Entscheidend ist, dass das übergeordnete Basiselement nicht nur eine Vergrößerung ist, sondern exakt die gleiche Formation, nur einen Wellengrad höher.

Diese Wellen und Unterwellen besitzen eine Selbstähnlichkeit, wie die jeweils größere Welle, zu der sie gehören. Das Verstehen dieser Tatsache bietet die Hauptgrundlage zum Verständnis der Elliott-Wellen-Theorie. In der Summe sagt diese aus, dass sowohl die Elliott-Wellen-Muster als auch das ElliottWellen-Regelwerk in immer gleicher Form auftreten und in immer gleicher Weise auf jeder Zeitebene angewendet werden können.

Elliot-Wellen-Muster mit Unterwellen

In Abbildung 25 wird noch einmal veranschaulicht, wie wichtig das Verständnis für die Unterwellen ist, welches im Folgenden detailliert beschrieben wird. Sie sehen hier übergeordnet ein Basismuster, welches sich aus den Wellen I–II zusammensetzt.

Der dazugehörige Ursprungsimpuls (1–2–3–4–5) liegt hingegen zwei Wellengrade tiefer. Ein Wellengrad höher wird dadurch ein weiterer Impuls (1) finalisiert. Diese Impulswelle (1) wird wiederum durch die Korrekturwelle (2) korrigiert. Die Korrekturwelle (2) setzt sich aus den Unterwellen a–b–c zusammen. Wenn ein 8-Wellen-Zyklus (1–2–3–4–5–a–b–c) endet, folgt ihm ein identischer Wellenzyklus auf einem höheren Wellengrad (1) – (2) – (3) – (4) – (5) – (a) – (b) –(c).

Die Wellen (1) – (2) – (3) – (4) – (5) bilden das entsprechende Impulsmuster und schließen die Welle I ab. Die Wellen (a) – (b) – (c) bilden das entsprechende Korrekturmuster und schließen die Welle II ab. Das Basismuster I – II ist bereits wieder ein Teilelement eines noch größeren Basismusters. Ein 5-Wellen-Muster (Impulsmuster) wird auf derselben Wellenebene von einem 3-Wellen-Muster korrigiert. Das daraus resultierende 8-Wellen-Muster schließt den Zyklus vollständig ab. Es entsteht das Basismuster.

Teil 1: Die Elliott-Wellen-Theorie verstehen und erfolgreich handeln

Teil 2: Die Elliott-Wellen Tradingstrategie

Teil 3: Die Elliott-Wellen Tradingstrategie



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